ORIENT / MIDDLE EAST

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EXTRATOUR:  OMAN & QATAR  "Past-Present-Future"

 

Im sagenumwobenen Land des Weihrauchs regiert seit vielen Jahren ein weiser Sultan ...
So könnte ein Märchen aus 1001 Nacht beginnen. Wie wohl kaum ein anderer Regent dieser Zeit verstand es Sultan Qaboos sein Land aus dem Mittelalter zu erwecken. Mit viel Bedacht brachte er den Menschen im Oman Fortschritt und Wohlstand und verstand es dennoch die alten arabischen Traditionen zu wahren.

Grandiose landschaftliche Szenerien prägen das Bild des Oman. Atemberaubende Strecken führen vom Meer, durch Palmen bestandene Wadis mit alten Lehmburgen, über hohe Gebirgszüge, bis in die Ausläufer der großen arabischen Sandwüste.

 

Im großen Kontrast dazu präsentiert sich der Wüstenstaat Qatar. Bei uns vielfach nur durch die WM im Gespräch, wandelt sich das Emirat nach und nach zu einem Geheimtipp für Liebhaber moderner Kunst und Architektur.
Gleich mehrere der berühmtesten Architekten unserer Zeit verleihen der Hauptstadt Doha ein neues Gesicht. Das Besondere daran: Alte arabische Bauformen werden mit viel Gespür ins Moderne transferiert, historische Gebäude in Neues integriert. 
Eine junge aufstrebende Metropole die viel Überraschendes zu bieten hat!

 

Ahlan wa sachlan - Herzlich Willkommen!

 

 

REISETERMIN

10.02.- 21.02.2020
 

ROUTE & PROGRAMM

                              Teil 01: "Im Land des Sultan Qaboos"

Tag 01_ Flug in den Orient (Frankfurt – Muscat)

Linienflug mit Lufthansa, Gulf Air, Oman Air u.a. von Frankfurt nach Muscat.
(andere Abflughäfen möglich) Am späten Abend Ankunft in Muscat.
Zwei Übernachtungen in einem Stadthotel in Muscat.

 

Tag 02_ Muscat - Hauptstadt des Sultanats

Das eigentliche Muscat, die Hauptstadt des Sultanats Oman, ist heute nur noch ein kleiner Teil der so genannten Capital Area, die sich mittlerweile über ein Gebiet von 40 km an der Ostküste Omans erstreckt. Strahlend weiße Häuser im arabischen Stil, phantasievoll gestaltete Moscheen sowie unzählige tropische Grünanlagen prägen das Stadtbild.
Sultan Qaboos, der im ganzen Land für seine Verdienste an seinem Volk hoch geschätzt wird, hat sich mit der neuen großen Moschee ein Denkmal gesetzt. Prachtvoll in Stein gemeißelt repräsentiert sie den Reichtum dieses arabischen Landes. Das alte Muscat ist heute nur noch das Machtzentrum der Stadt. Hier stehen die Verwaltungsbauten und der Palast des Sultans in einer nahezu unwirklichen Umgebung. Das Leben spielt sich eine Bucht weiter ab, an der Corniche in Muttrah, mit ihrem Hafen und dem alten Suq.

 

Tag 03_ "Burgen & Berge" (Muscat – Nakhl – Jabal Shams)

Mit Geländewagen starten wir nun unsere Tour ins Gebirge. Erste Station ist Nakhle. Auf einem kleinen Felsen thront hier eine der schönsten Lehmfestungen des Omans. Ganz in der Nähe, inmitten der riesigen Palmenoase sprudeln heiße Quellen. Frauen schöpfen Trinkwasser, weiter unten wird Wäsche gewaschen – nicht weit von der modernen Hauptstadt stößt man hier noch auf traditionelles Leben.
Auf einer Piste geht es nun durch ein wildes Tal, durch atemberaubende Landschaft und vorbei an alten Dörfern über das Hadschar-Gebirge. Durch den Talkessel von Sint führt unser Weg schließlich auf das Jabal Shams Plateau. Unterhalb des höchsten Gipfels des Omans beziehen wir unser Resort mit fantastischem Ausblick auf die Bergwelt.

 

Tag 04_ "Dörfer und Paläste" (Al Hamra – Misfat - Bahla - Al Jabreen - Nizwa)

In tiefe Schluchten fällt der Blick vom Jabal Shams Plateau hinunter in die Täler. In den Farben der umgebenden Felsen schmiegt sich der alte verlassene Ort Ghul malerisch über grünen Terrassen an den Hang. Einige der alten Lehmhäuser in Al Hamra sind noch gut erhalten und so erhält man hier, wie auch in dem schönen alten Ort Misfat, einen Einblick in traditionelle omanische Lebensformen. Besonders beeindruckend in Misfat ist das uralte Bewässerungssystem der Aflaj. In schmalen, offenen Kanälen wird das Wasser über Terrassen durch die Oasen geleitet. Eine malerische Szenerie.
Nach einem Stopp in Bahla mit seiner sehr sehenswerten alten Lehmfestung, die unter dem Schutz der UNESCO in den letzten Jahren feinfühlig restauriert wurde, gelangen wir nach Al Jabreen, dem wohl schönsten ehemaligen Wohnpalast der Imame Omans.
Zwei Übernachtungen in Nizwa.

 

Tag 05_ "Viehhandel & Bauernwirtschaft" Nizwa - Jabal Akhdar

Jeden Freitag findet in Nizwa früh morgens ein Viehmarkt statt, zu dem Händler und Beduinen von weit her anreisen. Reges Treiben, ein Meer von in weiße Dishdashas gehüllte Männer und dazwischen Frauen mit den traditionell omanischen Gesichts-masken, machen den Besuch dieses Marktes zu einem einzigartigen Erlebnis.
Auch in Nizwa zeugt eine gewaltige Lehmfestung von einer bewegten Vergangenheit. Zwischen den zinnenbekrönten Wehrtürmen fällt der Blick auf die schöne Kuppel der nahe liegenden Moschee. Nur ein paar Schritte sind es von hier zum alten Suq von Nizwa sowie dem Gemüse- und Fischmarkt.
Anschließend fahren wir hinauf in die Bergwelt des Jabal Akhdar. Eine schöne kurze Wanderung führt vorbei an alten Dörfern durch die Terrassenfelder, auf denen neben Zitronen, Aprikosen, Mandeln und Walnüssen die kostbaren Rosen wachsen, aus denen im Oman der berühmte Duftstoff gewonnen wird.

 

Tag 06_ "Suq & Sand"  Nizwa - Wahiba Sands (Wüste)

Unser Weg führt uns nun Richtung Süden. Am frühen Nachmittag erreichen wir die Ramlat Al Wahiba, die omanische Sandwüste. Ein sehr authentisches Wüstenerlebnis bietet sich uns schon bei der Fahrt durch die Sanddünen zu dem schönen Beduinen-camp, in dessen traditionellen Barastihütten (Palmwedelhütten) wir heute übernachten.
Die Zeichen der Zeit wurden auch hier erkannt und so züchtet man edle Rennkamele, die für viele tausend Dollar in die benachbarten Emirate verkauft werden. Abgeschieden in der Wüste sind wir zu Gast bei dieser fortschrittlichen Beduinenfamilie, die mit viel Liebe zur Tradition dieses Camp betreibt und die Gäste mit bescheidenem Komfort verwöhnt.

 

Tag 07_ "Wüste & Wadis"  Wahiba Sands - Wadi Bani Khalid - Muscat

Wir verlassen die Wüste. Ein Abstecher führt uns ins schöne Wadi Bani Khalid, einer Oase inmitten der umgebenden kargen Gebirge. Türkis schimmern die natürlichen Wasserpools umgeben von schattenspendenden Palmen. Durch vulkanische Landschaft geht es nun zurück nach Muscat.
Am Ende des ersten Teils dieser Reise gönnen wir uns den Luxus eines noblen Hotels mit privater Badebucht. Schon allein das abendliche Buffet lässt hier keine Wünsche offen...


                                     Teil 02: "Qatar"

Tag 08_ "Der Wüste entstiegen - Doha"
Den Morgen genießen wir noch in unserer Luxus-Oase am Meer, dann bringt uns ein etwa zweistündiger Flug in das Wüstenemirat Qatar. Ein großer Kontrast bietet sich dem Reisenden. Nach den gewaltigen landschaftlichen Eindrücken des Omans landet man nun in einer auf Wüstensand errichteten jungen Metropole, die den Vergleich zu ihren emiratischen Kontrahenten nicht zu scheuen braucht.
Dubai ist in aller Munde, doch wer kennt schon Doha? Dabei verdient die Hauptstadt des kleinen Wüstenstaates Qatar durchaus Beachtung, auch wenn sich bislang nur wenige Touristen hierhin verirren. Ein abendlicher Blick auf die beleuchtete Skyline an der Bucht von Doha bietet einen Vor-geschmack auf diese zukunftsorientierte Metropole.

Tag 09_ "Arabische Tempel der Kunst & Kultur"

 

Am Ufer der weit geschwungenen Bucht von Doha bietet sich bereits eine fantastische Kulisse. Die Spitze einer Halbinsel definiert das „Islamische Museum“, im Vordergrund die alten hölzernen Dhaus und im Hintergrund die futuristische Skyline von Doha.

 

Das genannte Museum ist eines der Highlights der an interessanten Museen reichen Stadt und schon allein die Reise nach Doha wert. Der Entwurf stammt von dem berühmten Architekten I.M. Pei, der vor allem durch die Glaspyramide des Pariser Louvre Museums Bekanntheit erlangte. Einmal abgesehen von einer sehr umfangreichen und interessanten Sammlung von Exponaten Islamischer Kunst, beeindruckt die Architektur des Museumsbaus. Sehr sensibel hat I.M. Pei die islamische Stilistik in seine Architektursprache übertragen.
Am anderen Ende der Bucht von Doha, auf der West Bay, ragen die Wolkenkratzer in die Höhe. Besonders erwähnenswert ist der „Doha Tower“ des französischen Architekten Jean Nouvel, dessen Hightech-Fassade sich abends in ein mystisches Lichtspiel verwandelt.
Letzterer ist auch Architekt des neuen Museums-Flaggschiffs des Wüstenemirates, des „National Museums of Qatar“. Inspiriert durch eine Wüstenrose schillert die kristallin wirkende monumentale Struktur nun am Ufer und bildet einen weiteren kulturellen Hotspot.

Tag 10_ "Rückbesinnung auf Qatarisch"

 

Der Wüstenstaat Qatar besitzt keine weit zurückreichende Historie. Dennoch besaßen die Gebäude in Qatar in der Mitte des letzten Jahrhunderts eine sehr eigene Charakteristik. Nur wenige Bauten aus dieser Zeit sind erhalten, viele durch einen großen Brand zerstört. Doch nun geht man in Qatar ganz neue Wege. Man hat die Qualität der alten Bauformen und Materialien in heißem Wüstenklima erkannt und lässt nun ein ganzes Stadtviertel neu errichten. Sir Norman Foster ging hier aus einem Wettbewerb als Sieger hervor und schenkt dem alten Zentrum der Stadt nun ein neues – auf arabische Bauprinzipien gründendes neues Gesicht.
Inmitten dieser neuen, wohltuend schlichten Architektur, hält sich standhaft die alte traditionelle Lebensweise der Qataris. Das große Areal um den „Souq Waqif“ ist neben den neuentstandenen Cafés und Restaurants vor allem ein ganz „ursprüngliches“ arabisches Bazarviertel. Nicht in den Hochhausbauten der West Bay, sondern hier findet das Leben Dohas statt. Auf dem Falkenmarkt suchen die qatarischen Männer nach dem möglichst schönsten Tier, nebenan gibt es ein Gestüt für Araberpferde und in einem anderen Areal findet sich ein Kleintiermarkt mit exotischen Vögeln und Reptilien. Beim Ruf des Muezzins füllt sich innerhalb von Minuten die Moschee – ebenfalls erbaut nach alten Vorgaben.


Tag 11_ "Eine Scheicha mit Sinn für Kunst"

Klar, ohne die vielen Petrodollars und ohne die vielen Expats gäbe es diese Stadt genauso wenig wie Dubai oder Abu Dhabi. Aber jenseits der Kritik an der WM und den Arbeitsumständen der Gastarbeiter ist es dennoch bewundernswert, was sich hier in nur wenigen Jahrzehnten entwickelt hat. Der Ehrgeiz es mit der Welt aufzunehmen ist groß und offensichtlich mangelt es bezüglich der Auswahl an Architekten und Kunstbe-flissenen nicht eines kulturellen Feinsinns.
Für die Auswahl und den Erwerb der Kunst – historisch islamischer sowie westlich moderner – ist die Schwester des Emirs verantwortlich. Immerhin steht ihr dafür der bescheidene Betrag von einer Milliarde Dollar pro Jahr zur Verfügung. Bei diesem Etat kann man sich vorstellen, dass es sich lohnt durch die Museen Dohas zu streifen.

Auch der Präsentation der eigenen Kultur - auf die man mit großem Stolz blickt – schenkt man genügend Raum. So sollte man sich Zeit nehmen für diese vielen kleinen besonderen Orte, um einzutauchen in eine uns meist fremde Kultur um sich über-raschen zu lassen ….
Zum Beispiel in den „Msheireb Museums“, die sich um vier historische Gebäude mit wunderschönen Höfen gruppieren und dort die qatarische Geschichte aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Danach bleibt noch genügend Zeit für einen Spaziergang an der Promenade der Bucht von Doha, oder einer Pause in einem der zahlreichen Cafés inmitten des trubeligen Bazarviertels …

Ein arabisches Sprichwort lautet: „Der Westen hat die Uhr, der Orient die Zeit.“
Nehmen wir uns etwas davon!

Kurz vor- oder nach Mitternacht startet dann unser Rückflug vom Orient in den Okzident.

 

 

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