ORIENT / MIDDLE EAST

01

USBEKISTAN - ALTE SEIDENSTRASSE

Kaum andere Orte verbindet man so sehr mit dem Begriff der Seidenstraße wie die legendären Städte „Buchara“ und „Samarkand“. Seit vielen Jahrhunderten Zentren des Handels und der Macht, hinterließen hier viele Dynastien prachtvolle Bauten, viele Künstler, Dichter und Denker ihre Spuren.
Inmitten Zentralasiens, umgeben von heißen, unwirtlichen Wüsten, zeugen sie noch
immer von der einstigen Blüte ihrer Kultur.

 

Hinflug nach Tashkent - Samarkand - Buchara - Chiwa - (Inlandsflug Urgench - Tashkent) - Rückflug

 

NÄCHSTE REISETERMINE

10.05.-20.05.2020

ROUTE & PROGRAMM

Tag 01 / Anreise nach Tashkent

Am Vormittag Linienflug mit Turkish Airlines via Istanbul nach Tashkent. Diese Verbindung hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen. Jeder Teilnehmer kann vom nächstgelegenen Airport aus starten. Die Gruppe trifft sich zum gemeinsamen Weiterflug in Istanbul. Kurz nach Mitternacht Ankunft in Tashkent. (Auf Wunsch sind individuell auch andere Flugverbindungen möglich.) Zwei Übernachtungen in Tashkent.


Tag 02 / Tashkent

Ausgangspunkt unserer Reise durch Usbekistan ist Tashkent, Hauptstadt und wirtschaftlicher Mittelpunkt des heutigen Usbekistan. Die 2,4 Mio. Metropole im Nordosten des Landes zeigt noch immer ihr durch die sowjetische Architektur der 70 er Jahre geprägtes Stadtbild. Ganz im Gegensatz zu den verwinkelten Gassen der islamischen Städte, präsentiert sich Tashkent mit großzügigen Stadtplätzen, symmetrischen Straßenachsen und repräsentativen modernen Prachtbauten, die durch ihre Architektur versuchen dem Charakter der Stadt als Schmelz-tiegel zwischen einer muslimischen Tradition und einer dem Westen zugewandten Moderne zu entsprechen. Auf dem Tschorsu Bazar, einem riesigen kuppelüberdachten Bazar, herrscht geschäftiges Treiben. Genauso wie in den kunstvoll ausgestalteten Metrostationen, taucht man hier ein in unverfälschtes usbekisches Alltagsleben.. 

 

Tag 03 / Tashkent - Samarkand
Am frühen Morgen verlassen wir Tashkent mit dem modernen Schnellzug „Afrosiab“ in Richtung Samarkand, welches wir bereits am späten Vormittag erreichen.
Samarkand gilt als eine der ältesten Städte der Welt. Im Jahre 2007 feierte man das 2.750 jährige Jubiläum der Stadt. Unter Timur und seinen Söhnen - vor allem dem genialen Astronom Ulughbek - begann der Aufstieg zur bedeutendsten  Kultur- und Handelsstadt in Zentralasien. Zwischen dem 15. und 17. Jh. entstanden die prachtvollen Moscheen, Mausoleen, Medresen und Karawansereien, denen die Stadt ihren Ruhm verdankt. Im Zentrum von Samarkand erstrahlen noch immer die blauverzierten timuridischen Kuppeln und Minarette über den Dächern, überragen die mit prachtvollem Dekor verzierten Monumentalbauten die sie umgebenden niedrigen Gebäude der Stadt.
Gerahmt von drei Medresen präsentiert sich der berühmte Registan, der Platz des „Herrschers der Welt“. Etwas weiter findet sich das Gur-Emir-Mausoleum, mit dem Grabmal Timurs und dessen Enkel Ulughbek. Letzterer, bekannt als leidenschaftlicher Astronom, hinterließ ein Observatorium, dessen Überreste - insbesondere die eines riesigen Sextanten - noch heute zu besichtigen sind.
Zwei Übernachtungen in Samarkand

 

Tag 04 / Samarkand

Die Ursprünge der Stadt Samarkand finden sich auf einem Hügel im Norden der heutigen Stadt. Im Museum von „Afrosiab“, der einstigen Hauptstadt, stößt man auf ein Glanzstück besonderer Art: Ein riesiges, dreiteiliges Wandgemälde, welches einst den Palast des sogdischen Herrschers zierte.
Gewaltig überragt das 40 m hohe Portal der Bibi Xanom Moschee den alten Bazar. Timur wollte hier die großartigste Moschee der östlichen Welt errichten. Monumental ist sie tatsächlich noch immer, doch die überdurchschnittliche Größe, die rasante Bauzeit und die wenig belastbaren Baumaterialien hielten dem Druck nicht Stand. Minarette und Kuppel stürzten nach und nach ein, Erdbeben und Plünderungen taten ihr Übriges hinzu - seit 1974 wird sie intensiv restauriert.
Der angrenzende, laute und lebendige Bazar führt uns mitten hinein in Handel und Wandel: Orientalische Gewürze, Stoffe und Schmuck finden sich zwischen gefälschten Markenturn-schuhen und Kunsthandwerk - willkommen auf der Seidenstraße des 21. Jh.!

 

Tag 05 / Samarkand - Buchara

Der Besuch von „Shahizinda - dem lebenden König“ führt uns wieder zurück ins 11. - 15. Jh. Eine schier unendliche Aneinanderreihung prachtvollster Mausoleen, überschwänglich ausgestattet mit märchenhaftem Dekor macht diese Nekropole zu einer der berühmtesten ihrer Art.
Unweit davon, am Stadtrand von Samarkand, gewährt eine alte Papiermanufaktur einen ganz anderen Rückblick in vergangene Zeiten: Wie vor hunderten von Jahren wird hier aus der Rinde des Maulbeerbaumes Papier hergestellt.
Nach dem Mittag führt unsere Fahrt weiter in Richtung Westen. Inmitten der Wüste „Kizilkum“ und heute zwischen Wasser dürstenden Baumwollfeldern liegt die Oase Buchara.  Neben Samarkand war Buchara legendenumwobenes und wichtigstes Zentrum an der Seiden-straße. Auf den Bazaren und in den Karawansereien trafen sich Händler aus aller Welt. Wissenschaftler und Gelehrte, wie der Dichter Rudaki oder der Universalgelehrte Avicenna lebten und lehrten in Buchara - damals der politische und kulturelle Mittelpunkt ganz Zentralasiens. Drei Übernachtungen in Buchara

 

Tag 06 / Buchara
In den Gassen der Altstadt scheint diese Geschichte zum Greifen nah. 140 Baudenkmäler zeugen von einer reichen Vergangenheit und prägen noch heute das Gesicht der historischen Stadt. Einer der wichtigsten Handelsplätze des alten Buchara war der „Lyabi-Hauz“, dessen städtebauliches Ensemble sich im namensgebenden Wasserbecken spiegelt. Inmitten dieses betriebsamen Teiles der Altstadt laden mehrere „Choyxona“ (Teestuben) zu einer Pause ein. Gemütlich auf einem „Taptshan“ (einer Sitzbank) verbringen hier die Rentner die Zeit beim Dominospielen und Teetrinken.
Von großer Bedeutung für den Handel waren die sogenannten „Handelsgewölbe“, Beispiele für die Profanbaukunst des 16. Jh. Das Gewölbe der Juweliere, der Mützenmacher oder auch das der Geldwechsler ermöglichen noch heute einen Einblick in das Geschäftsleben des alten Buchara.
Entsprechend seiner in Stein gemeißelten Maxime „Das Streben nach Wissen ist die Pflicht eines jeden Moslems“ entstanden unter der Herrschaft Ulughbeks sowie in den folgenden Jahrhunderten eine große Anzahl bedeutender Medresen. In ihrer klaren architektonischen Form und mit ihrem überreichen Dekor konkurrieren sie gegenseitig an Pracht und Größe.

 

Tag 07 / Buchara
Wegweisend im wahrsten Sinne, leitete das Minarett „Kalon“, Pilger und Händler in die Stadt, in deren Zentrum sich, wie auch in Samarkand, ein Registan befand. An Festtagen zeigten hier Gaukler, Musiker oder Seiltänzer ihr Können. Auch die berühmten Dichterwettkämpfe fanden einst hier statt. Angrenzend steht die Moschee Kalon, noch heute eine der größten und schönsten Moscheen Zentralasiens.
Etwas außerhalb von Buchara befindet sich das Mausoleum des Bahauddin Naqshbandi, Begründer eines bedeutenden Sufiordens. Noch heute strömen täglich Pilger zu seinem Grab und so lässt sich hier noch lebendiger Islam erleben.
Die Chor Minor Moschee, ein ungewöhnlicher Bau mit vier kräftigen überkuppelten Minaretten ist heute unser letzter Programmpunkt. Danach bleibt noch Zeit für individuelle Erkundungen. Oder man gönnt sich einfach ein Glas Tee in einer der Teestuben am Lyabi-Hauz und beobachtet von hier aus das geschäftige Treiben.

 

Tag 08 / Buchara - Chiwa

Heute erwartet uns eine lange Fahrtetappe quer durch die Wüste Kizilkum. Auf einer Fläche von 300.000 qkm erstreckt sich diese nördliche der beiden usbekischen Wüsten zwischen den Flüssen Amudarja und Syrdaja. Zu bestimmten Tageszeiten schimmert die Kizilkum rötlich, was ihr übersetzt den Namen „roter Sand“ verlieh. Trotz dieses Namens sind beide Wüsten keine Sandwüsten, sondern mit Pflanzen durchsetzt. In der Tiefe lagern Erdöl und Erdgas und an der Oberfläche gedeiht die Baumwolle. Damit sind die drei Exportgüter genannt, die nicht nur den usbekischen Außenhandel sondern auch weite Teile des Landschaftsbildes prägen. Große Probleme entstehen durch den gigantischen Wasser-bedarf für den Anbau der Baumwolle - ausschlaggebend auch für den dramatischen Rückgang und die Versalzung des Aralsees.
Etwa 100 km vor Chiwa erreichen wir den Amurdaja, den Oxus der Griechen. An seinen Ufern werden wir pausieren bevor wir am späten Nachmittag Chiwa erreichen.
Zwei Übernachtungen in Chiwa

 

Tag 09 / Chiwa
Obwohl Chiwa wesentlich weniger bekannt ist als Samarkand und Buchara, gehört die kleine, eher beschaulich wirkende Stadt untrennbar zu dem Städtebund des „Goldenen Rings“. Anders als ihre großen Schwestern zeigt sich die Altstadt von Chiwa, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, als ein homogenes städtebauliches Ensemble.
Eine gewaltige Stadtmauer mit vier Toren umschließt das Areal der „Istvan Kala“, der inneren Stadt. Wären dort nicht die Nachfahren der damaligen Händler um Verkauf ihrer Waren an neuzeitliche Reisende bemüht, wähnte man sich vollends in einer orientalischen Stadt. Kein Neubau stört hier das Bild, stattdessen bilden die Kuppeln und Minarette, die Höfe und Ayvone der Medresen, Moscheen und Karawansereien ein in sich geschlossenes Bild.
Wer sich die Mühe macht und die Stufen eines der Minarette erklimmt, dessen Blick schweift über einen Teppich lehmfarbener Häuser und Höfe, durchsetzt vom blau und türkis der farbigen Minarette und Kuppeln.

 

Tag 10 / Chiwa - Urgench - Tashkent
Neben den gemeinsamen Besichtigungen bleibt heute noch Zeit für eigene Erkundungen. Besonders im Norden und Süden der Altstadt, abseits der „eigentlichen“ Sehenswürdig-keiten, führen staubige Gassen in alte noch bewohnte Viertel von Lehmziegelbauten und mitten hinein in eine andere Welt.
Am frühen Abend bringt uns ein Inlandsflug von Urgentsch zurück nach Taschkent.
Eine Übernachtung in Tashkent.
 

Tag 11 / Tashkent - Rückflug
Am Morgen startet unser Rückflug zurück ins Abendland.