ORIENT / MIDDLE EAST

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IRAN NORDPASSAGE

Diese sehr abwechslungsreiche Reise führt abseits des Haupttouristenstromes durch die landschaftlich schönsten Regionen im Norden des Iran. Abgelegene archaische Dörfer wie Masuleh oder Kandovan, alte Moscheen und Mausoleen in Ardabil und Tabriz, große Bazare oder mystische Orte wie die Ruinen von Takht-e Soleiman prägen das Bild dieser außergewöhnlichen Reise. Karge Hochplateaus und schroffe Gebirgsketten im Norden bilden einen starken Kontrast zum üppigen Grün an der Küste des Kaspischen Meeres.

 

Weiter entlang der alten Seidenstraße führt diese Reise schließlich in die ganz im Nord-Osten des Iran gelegene Pilgerstadt Mashad, die mit ihrem „Heiligen Bezirk“ und der ihn umgebenden Atmosphäre einen tiefen Eindruck hinterlässt.

 

Tehran - Rasht - Masuleh - Bandar-e Anzali - Ardabil - Tabriz - Kandovan - Takht-e Soleiman - Zanjan - Soltaniyeh - Tehran ... (und per Zug nach) Mashad

REISETERMINE

21.10.- 01.11.2019

 

ROUTE & PROGRAMM

Tag 01 /  Düsseldorf* - Teheran (*alternativ von anderen deutschen Flughäfen)

Am Nachmittag Linienflug mit Turkish Airlines von Düsseldorf oder Berlin über Istanbul nach Teheran.Eine Übernachtung in Teheran

 

Tag 02 /  Teheran – Rasht  

Von Teheran aus startet unsere Rundreise in Richtung Norden. Wir überqueren das mächtige Alborzgebirge, welches die heißen und trockenen Wüstenlandschaften des zentralen Hochlandes von den fruchtbaren Küstenebenen des Kaspischen Meeres trennt.

Ziel der heutigen Etappe ist Rasht, Hauptstadt der überaus fruchtbaren Provinz Gilan. Mit seinen Märkten gilt es als eine der lebhaftesten Städte des Iran.

Eine Übernachtung in Rasht

 

Tag 03 /  Rasht – Masuleh – Bandar-e Anzali – Ardabil   

Reis- und Teeplantagen, grüne Wälder, Wiesen und Flüsse sowie Orangenhaine bestimmen das Landschaftsbild nördlich des Alborz. Erste Station ist das malerische, hoch in den Wäldern gelegene Dorf Masuleh, dessen Häuser sich auf unzähligen Terrassen an den Berghang schmiegen.

Eine Weile führt unsere Route nun entlang der Küste des Kaspischen Meeres, bevor es über eine landschaftlich wunderschöne Passtrasse ins Landesinnere geht. Viele kleine Ortschaften sowie die Sommerquartiere der hier lebenden Nomaden liegen am Wegesrand. Gegen Abend Ankunft in Ardabil. Eine Übernachtung in Ardabil

 

Tag 04 /  Ardabil – Tabriz

Als einer der Höhepunkte Irans gilt das Mausoleum des Sheik Safi‘oddin, Begründer eines Derwisch-ordens, der im 15.Jh. entstand. Seine einzigartige Ausgestaltung im Innern sowie die wunderschön verzierten Kuppelgräber verleihen diesem Wallfahrtheiligtum seinen besonderen Reiz.

Die Route führt nun über weite Hochebenen, die begrenzt werden von schroffen Gebirgsketten, tiefer in die Region Aserbaidschan.Am Nachmittag erreichen wir die Hauptstadt der Region, Tabriz. Zwei Übernachtungen in Tabriz

 

Tag 05 /  Tabriz

Unweit der Grenze zur Türkei, Armeniens und Azerbaidschans galt Tabriz seit je her als nördliches „Tor“ zum Iran. Der wunderschöne betriebsame Bazar, der als einer der größten und bekanntesten des Nahen Osten gilt, zeugt noch heute von der langen Tradition Tabriz als Zentrum des Handels.

Als einzig erhaltenes Bauwerk der Turkmenenherrschaft ist die berühmte „Blaue Moschee“ trotz der starken Zerstörungen durch Erdbeben, Dank einer sensiblen Restaurierung heute wieder eine der Hauptsehenswürdigkeit der Stadt.

 

Tag 06 /  Tabriz - Kandovan - Maraghe - Takab

Unsere Reise führt nun Richtung Süden. In einer herrlichen Lage inmitten der Berge am 3.707 m hohen Kuh-e Sahand liegt Kandovan, ein kleines, etwa 800 Jahre altes, archaisch anmutendes Dorf mit nur 1.000 Einwohnern. Wie in Kapadokien haben hier die Bewohner ihre meist nur ein Raum großen Behausungen in den weichen Tuffstein getrieben. Alte Holzbrücken verbinden dieses kulissenhafte Stadtgebilde untereinander.

Auf dem Weg nach Takab führt unsere Route weiter nach Maraghe, am Ostufer des Orumiyehsees. Die ganze Umgebung ist berühmt für ihre schmackhaften Pfirsiche, Aprikosen und Weintrauben. Als sich Hülegü, der Enkel Dschingis-Khans einst in Maraghe niederließ, erlebte die Stadt einen großen Aufschwung und entwickelte sich zu einem geistigen Zentrum. Im Ort finden sich mehrere alte Grabtürme aus dem 12. und frühen 14. Jh. Übernachtung in einem einfachen Hotel in Takab

 

Tag 07 /  Takab - Takht-e Soleiman – Zanjan

Die heutige Etappe führt uns in die Abgeschiedenheit einer atemberaubenden Landschaft. Rund um einen tiefblauen See, auf einer natürlichen Anhöhe in 2.400 m Höhe, stehen die überaus eindrucksvollen Ruinen von Takht-e Soleiman, einst eines der drei großen zoroastrischen Feuer-heiligtümer. Erhalten blieben neben der mächtigen Festungsmauer auch die Überreste eines sasanidischen Palastes, eines Feueraltars sowie verschiedener weiterer Gebäude. Nur wenige Kilometer entfernt erhebt sich ein hohler Felskegel, das sogenannte „Gefängnis Salomons“.

Eine wunderschöne Strecke führt weiter durch diese abgeschiedene Gegend, vorbei an vielen kleinen Lehmdörfern. Die Großstadt, mit all ihren modernen Errungenschaften des 21. Jh. scheint in unendliche Ferne gerückt. Hier führen die Menschen noch ein sehr archaisches Leben. Eine Übernachtung in Zanjan

 

Tag 08 / Zanjan – Soltaniye – Qazvin – Teheran  

Die Stadt Soltaniye, „die Kaiserliche“, war zu Beginn des 14 Jh. Hauptstadt des Landes. Oljeitu, der berühmte ilkhanidische Herrscher ließ die Stadt prachtvoll ausbauen und schenkte ihr eine Zitadelle, Paläste, Moscheen, Basare und Karawansereien. Von der einstigen Pracht zeugt heute nur noch das gigantische Kuppelgebäude des Oljeitu-Mausoleums, der großartigste erhaltene Kuppelbau Persiens aus dem Mittelalter, welches heute zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

Auf halben Wege nach Teheran machen wir Station in Qazvin. Zweieinhalb Jahrhunderte später als Soltaniye wurde Qazvin Hauptstadt des safawidischen Reiches, bis Shah Abbas 1598 schließlich Isfahan zur Residenz wählte. Einige Gebäude aus safawidischer Zeit sind erhalten und lohnen einen Besuch.  Gegen Abend Ankunft in Teheran. Eine Übernachtung in Teheran

 

Tag 09 / Teheran – Mashad

Ganz entgegen üblicher „Touristenbräuche“, setzten wir unsere Reise heute mit der Bahn fort. Mit einem hochmodernen Zug, komfortabel in der ersten Klasse, gelangen wir in etwa acht Stunden in die 900 km östlich von Teheran gelegene „heilige“ Stadt Mashad. Eine Fahrt, die sehr untouristische Eindrücke gewährt. Am Nachmittag Ankunft in Mashad. Zwei Übernachtungen in Mashad.

 

Tag 10 / Mashad

Die Geschichte der Stadt Mashad ist eng verknüpft mit Emam Reza, dem achten Imam der Zwölferschiiten, der hier 817 starb. Um sein Grabmal entwickelte sich bis heute das bedeutendste schiitische Heiligtum Irans, das neben Mekka wohl größte islamische Glaubenszentrum der Welt.

Im Zentrum der Stadt befindet sich der heilige Bezirk, auch Haram-e Motahhar genannt. Mit seinen zahlreichen religiösen und administrativen Gebäuden, darunter Moscheen, Höfen, Medresen und Museen, stellt er eine einmalige Anlage in der islamischen Welt dar.

Vom ersten Hof präsentiert sich bereits ein beeindruckendes Panorama. Die vergoldete Kuppel des Grabes von Imam Rezas, sowie die wunderschöne türkisblaue Kuppel der Gawharshad-Moschee. Insbesondere an Feiertagen, wenn sich die Höfe des Heiligen Bezirkes mit tausenden von Pilgern füllen, erlebt man hier eine unbeschreibliche Atmosphäre.

 

Tag 11&12 / Mashad – Tus – Mashad / nachts Rückflug

Auch außerhalb des heiligen Bezirkes ist Mashads Atmosphäre geprägt von seiner Stellung als bedeutendster schiitischer Pilgerstätte Irans. Bei den vielen Teppichhändlern dominieren Gebets-teppiche mit ihren typischen Motiven, im Bazar findet man eine Unzahl an Gebetsketten aus dem für Mashad bekannten türkisblauen Lapizlazuli und überall in der Stadt wimmelt es von Pilgern. Auch die unzähligen steinernen Grabplatten mit ihren Inschriften, die den schönen Bau des Khajeh-Rabi-Mausoleums rahmen, vertiefen diesen Eindruck.

 

Eine kurze Fahrt führt in den kleinen Ort Tus, Geburtsort eines der berühmtesten persischen Dichters, Ferdossi. Reliefs mit Szenen aus dem Shahname und in Stein gemeißelte Verse zieren den schönen kubischen Bau seines Mausoleums.

Zurück nach Mashad säumen zahlreiche Gartenrestaurant den Weg, in denen man unter schattigen Bäumen und an plätschernden Brunnen den Tag und die Reise ausklingen lassen kann.

 

In der Nacht Rückflug von Mashad über Istanbul zurück nach Düsseldorf bzw. Berlin*. (alternativ andere deutsche Flughäfen)